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Paris

RessourcenKulturen

Band 8: Bronzezeitlicher Transport

Herausgeber: Bianka Nessel, Daniel Neumann und Martin Bartelheim

Weiträumige Kontaktnetzwerke sorgen für Verbreitung und Transfer von Wissen und Gütern sowie von kulturellen Werten. Der Transport von Lasten und Menschen kann als einer der wichtigsten Eckpfeiler solcher Austauschsysteme gesehen werden. Daher dürften die Suche nach Transportmöglichkeiten und die Entwicklung geeigneter Vehikel in der menschlichen Gedankenwelt seit jeher fest verankert sein. Die hier vorliegenden Beiträge basieren auf den Vorträgen der Tagung „Transporte, Transportwege und Transportstrukturen“ der Arbeitsgemeinschaft Bronzezeit und des Sonderforschungsbereiches 1070 RessourcenKulturen. Sie fassen im archäologischen Befund der Bronzezeit vorhandene Evidenzen zu Transportwegen und -fahrzeugen sowie Aussagen zu Infrastruktur nicht nur zusammen, sondern ergänzen diese um zahlreiche wissenswerte Aspekte. Was können diese Befunde über die Transportvehikel und ihre Bedeutung aussagen? Welche Eigenschaften wiesen diese auf? Handelt es sich bei den Fundstücken um abgenutzte oder mutwillig zerstörte Fahrzeuge bzw. Teile von solchen? Welche Implikationen auf technologischer und sozialer Ebene lassen sich mit den Befunden verbinden? Wie muss man sich die bronzezeitliche Infrastruktur in unterschiedlichen Regionen vorstellen? Inwiefern bildeten Verkehrswege und Austausch eine Ressource? Der detaillierten Beantwortung dieser Fragen ist dieser Band gewidmet, woraus eine übergreifende Zusammenschau von Funden, Befunden und Theorien entstanden ist.

ISBN: 978-3-947251-04-9

410 Seiten, Hardcover, ca. 210 mm x 297 mm, 1600 g

53,70 EUR

Paris

Bernd W. Rieger – Inszenierung und Wirklichkeit

Mit Die Windsbraut (1914) bildete der Maler Oskar Kokoschka (1886-1980) den Höhepunkt seiner amourösen Beziehung zu Alma Mahler ab. Die Amour fou endete mit einer Enttäuschung, die sich in einer symbolischen Übermalung manifestierte – das psychologisch positive Rot wich einem kühlen Blau. Bei Oskar Kokoschka setzte der Drang zur Selbstdarstellung im Rahmen eines klar definierten Künstlerbildes bereits im Alter von 22 Jahren ein. In ökonomisch determinierter Weise kreierte er dieses Bild, das Zeit seines Lebens durch die Vermengung von Fantasiegeschichten und Erlebtem zu einem Künstlermythos wurde und die Interpretation seiner Werke der expressionistischen Phase bis heute bestimmt und häufig verfälscht. In seinen Erzählungen und Vorträgen verklärten sich Realität und Selbstinszenierung zu einem Künstlermythos, dem die wissenschaftlich-kunsthistorische Biografik erlag. Erst in jüngster Zeit tendieren Kunsthistoriker dazu, den Künstler unter Berücksichtigung vermarktungsstrategischer Aspekte zu interpretieren. Bei Kokoschka waren es keine Erinnerungslücken, keine kognitiven Täuschungen, die seinen Künstlermythos formten – es war die bewusste, allumfassende Inszenierung.

ISBN: 978-3-947251-02-5

514 Seiten, Hardcover, ca. 170 mm x 240 mm, 1164 g

68,00 EUR

Paris

Tübinger Numismatische Studien

Band 1: A Collection in Context

Herausgeber: Stefan Krmnicek & Henner Hardt

Band 1: A Collection in Context Mit der Begründung einer Universitätsmünzsammlung im Jahre 1798 und der Einrichtung der Numismatischen Arbeitsstelle im Jahre 1972 blickt die Universität Tübingen auf eine lange numismatische Tradition zurück. Die neue Reihe „Tübinger Numismatische Studien“ (TNS) soll die Tübinger Numismatik nun ins 21. Jahrhundert führen. Der erste Band der Reihe untersucht die knapp 3000 numismatische Objekte umfassende Sammlung Karl von Schäffer, welche als Nachlass im Jahre 1888 in den Besitz der Universität Tübingen gelangte, in ihrem wissenschaftsgeschichtlichen Kontext. Die Edition der vollständigen Sammlungsdokumentation wird durch Beiträge zur universitären Sammlungsgeschichte, einer biographisch-psychologischen Analyse der Person Karl von Schäffer, Studien zum Münzhandel und zum Sammeln und Erforschen von Münzen im 19. Jahrhundert sowie durch eine Detailuntersuchung zu den Netzwerken des antiken- und münzeninteressierten Bildungsbürgertums im Königreich Württemberg ausgewertet. Im Kontext dieses dichten Überlieferungsnetzes entfalten die Münzen und Archivalien nicht nur ihre Bedeutung als wichtige zeitgeschichtliche Dokumente für die Entwicklung der Numismatik im fortgeschrittenen 19. Jahrhundert, sondern stellen zugleich eine Quelle ersten Ranges für die Rezeption von antiken Münzen als kunstgeschichtlich und kulturhistorisch bedeutsame Forschungsobjekte dar.

ISBN: 978-3-947251-00-1

200 Seiten, Hardcover, ca. 210 mm x 297 mm, 846 g

26,50 EUR